Kategorie: Ehrenhof
Kunstachse | SKULPTUR D-88
Das Kunstprojekt ‚Skulptur D-88‘ fand von Mai bis Oktober 1988 im Rahmen der 700-jährigen Feier der Stadt Düsseldorf in öffentlichen Räumen statt. Düsseldorfer Künstler*innen schenkten damit der Stadt einen Beitrag zum Jubiläum. Mehr als 40 Kunstwerke befanden sich im Freien auf einer 1,5 Kilometer langen Strecke (vom Heinrich-Heine-Platz über den Grabbeplatz, den Eiskellerberg, und durch die Tonhallenunterführung (damals noch neu) bis hin zum Ehrenhof). Damit schafften die teilnehmenden Künstler*innen eine kostenlose Open-Air-Ausstellung, an der jedermann teilnehmen konnte. Die Künstler*innen nahmen dafür kein Honorar.
Ähnliche Projekte finden wir nur in Münster https://skulptur-projekte.de . ‚Skulptur Projekte‘ finden alle 10 Jahre statt. Im Jahr 2027 ist es wieder so weit.
Organisiert wurde die Skulptur D-88 von dem Bildhauer Peter Schwickerath https://peterschwickerath.de und Günther Cremers *1928 – † 2004, ein deutscher Maler und Grafiker, der mit meiner Lieblingsbildhauerin Hannelore Köhler verheiratet war.
Veranstaltet wurde das Kunstprojekt vom Verein zur Veranstaltung von Kunstausstellungen e.V.: https://www.diegrosse.de/was-ist-die-grosse/ und durch die Stadt Düsseldorf, das Land NRW, sowie einige Sponsoren finanziert.
Von der großen Kunstachsen-Ausstellung „Skulptur D-88“ sind nur wenige Objekte dauerhaft an ihren Orten verblieben. Die mir bekannten von noch verbliebenen Kunstwerken in Düsseldorf sind:
– Mutter von ‚Menschen im Straßenraum‘ (es waren 3 Figuren: Vater, Mutter und Kind) | Künstler: Karl Bobek
– Ausklang | Künstler: Sohei Hashimoto
– Häuser für Tiere | Künstler: Wolfgang Kliege
– Großmutter Erde | Künstler: Sandro Anatol
– o.T. | Künstler: Ernst Hesse
Vier davon befinden sich rund um das Ehrenhof-Gelände.
© Abbildung:
Logo vom Katalog: Skulptur D-88,
Kunstwerke: Ausklang von Sohei Hashimoto, Häuser für Tiere von Wolfgang Kliege, Großmutter Erde von Sandro Anatol.
© Text: Katalog: SKULPTUR D-88 | Wikipedia
Nachklang
Dieses Kunstwerk ist eins der wenigen in Düsseldorf, welches der FLUXUS-BEWEGUNG zuzuordnen ist. Beim Fluxus kommt es nicht auf das physisch feste Kunstwerk an, sondern auf die grenzüberscheitende Idee.
Der Künstler Sohei Hashimoto, als hintersinniger Spaßvogel bekannt, schmiss einfach einen Flügel aus Holz in ein mit Wasser gefüllten Becken vor dem Eingang der Tonhalle.
Die Idee: Wenn die schön gekleideten Konzertbesucher nach einem Konzert oder auch in der Pause aus der Tonhalle kommen, sollten sie sich wundern. Es war eine Art Persiflage auf die allzu konservative Musikrichtung der Tonhalle, hatte doch Ende der 50 John Cage dort schon ganz andere Töne gespielt.
Weil die Aktion so gut ankam, fand sich ein Sponsor dafür: Es wurde diese feste Installation daraus. Wenn die kleinen Wasserfontänen sprudeln, wippt das Klavier hin und her. Es ist nur mit einer Kette befestigt. Und manchmal nutzt es auch eine Ente zum Ausruhen oder nisten.
(von den Stadtwerken gestiftet)
Künstler:
Sohei Hashimoto (*1943 Tokyo, Japan – 2023 Düsseldorf)
Info:
http://www.soheihashimoto.de/




