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Eins! Zwei! Drei, … vier, fünf, sechs Kunstsafaris!

Wir sind Kunststadt! Wie oft haben wir Düsseldorfer:innen das schon gehört, gelesen oder selbst gesagt. Im Grunde ist das auch berechtigt. Unsere Stadt hat eine tolle Galerie- und Museumsszene, eine in Europa anerkannte / bekannte und beliebte Kunstakademie. Darüber hinaus werden viele namhafte Künstler:innen mit der Kunstakademie oder mit Düsseldorf in Verbindung gebracht. Quasi im gleichen Atemzug genannt.

Es sind jedoch die Malerei, das Foto oder die guten alten Fluxus-, Happening- und Zero-Zeiten, die im Kunstrampenlicht stehen.

Unsere Skulpturen, Büsten und Denkmäler im Freien werden hingegen bis heute stiefmütterlich behandelt.

Schauen wir zum Vergleich  nach Münster oder Kassel: Das Skulpturenprojekt und die documenta bringen jedes Mal zeitgemäße Lebendigkeit in deren öffentlichen Raum, welche bis weit nach der Beendigung der temporären Veranstaltungen nachhallt.

„Was mir persönlich in unserer Stadt fehlt und meiner Meinung nach der Kunststadt Düsseldorf gut zu Gesicht stehen würde, wäre zum einen temporäre öffentliche Projekte und zum anderen, Kunstwerke u.a. von Antony Cragg, Katharina Fritsch oder Rosemarie Trockel. Aber auch jungen noch nicht bekannten Künstler:innen kann man durch Symposien oder Wettbewerbe eine Chance für sie und für unser Stadtbild geben. Das würde frischen künstlerischen Wind hinein bringen.“, Petra

Unsere meist altbackenen Büsten, Denkmäler oder Skulpturen gehören zum Stadtbild dazu – sind fester Bestandteil davon. Sie schlummern selten beachtet, weil sie einfach schon immer da sind, seit Jahren vor sich hin.

Wenn man sich jedoch einmal auf den Weg macht, das Herz und die Augen für unsere Kunst im öffentlichen Raum öffnet – so war es zumindest bei mir – ist man oftmals sehr überrascht, was es alles Tolles und Interessantes zu entdecken gibt.

Jede Kunst-Safari ist eine spannende Reise zu unseren Kunstwerken im öffentlichen Raum.  Alle Arbeiten stehen mit unserer Stadt in Verbindung und erzählen nicht nur etwas über die Kunstwerke und über den Künstler selbst, sondern auch ganz viel über unsere wunderbare Stadt Düsseldorf.

Frühjahr 2025 | Mit uns auf Galerie-Safari gehen!

„Gemeinsam erkunden wir die Düsseldorfer Galerieszene. Zeitgenössische Kunst hautnah! Sich umsehen, Fragen stellen, sich austauschen – in sympathischer Runde unter kundiger Leitung.“

Von Februar bis Mai 2025 gehen wir auf Galerie-Safari: Jeden  2. Mittwoch im Monat von 17:30 h bis ca. 19:00 h besuchen wir insgesamt 4 Galerien in Düsseldorf.

Anmeldung nur bei der VHS Düsseldorf  >>  https://vhs.duesseldorf.de/kurssuche/kurs/NEU-Galeriebesuche/F702002 

PART2GALLERY | 12.02.2025

„Die PART2GALLERY wurde 2013 in Düsseldorf gegründet. 

Wir präsentieren eine vielfältige Auswahl etablierter und aufstrebender Künstler und fördern einen dynamischen künstlerischen Dialog. 

Unser Markenprojekt NACHBRÖTCHEN überschreitet Konventionen, indem es unkonventionelle Räume in umfassende Kunsterlebnisse verwandelt. Von den geschäftigen Straßen Düsseldorfs über den vielseitigen Puls Kölns und die künstlerische Begeisterung Amsterdams bis hin zum kulturellen Knotenpunkt Genk fesselt NACHBRÖTCHEN ein internationales Publikum und definiert Grenzen neu.

Besuchen Sie uns bei PART2GALLERY und tauchen Sie ein in eine sich ständig weiterentwickelnde Erzählung, die die reiche Vielfalt an Kunstfertigkeit, Innovation und grenzenloser Vorstellungskraft feiert.“

(Website: https://www.part2gallery.de)

Anmeldung nur bei der VHS Düsseldorf  >>  https://vhs.duesseldorf.de/kurssuche/kurs/NEU-Galeriebesuche/F702002 

© Foto: Petra

It‘s ART, Baby! | 12.03.2025

IT’S ART, BABY! ist eine dynamische Galerie für zeitgenössische Kunst im Herzen von Düsseldorf. Wir verstehen uns als kreativer Ort, der Kunst für alle zugänglich macht und eine Brücke zwischen etablierten Künstlern und aufstrebenden Talenten schlägt. Neben Ausstellungen bieten wir vielseitige Events, darunter Workshops und Live-Performances, die das klassische Galerieerlebnis neu interpretieren. Unser Ziel ist es, einen inspirierenden Raum zu schaffen, der Menschen zusammenbringt und die Schönheit und Vielfalt der Kunst feiert.“

> Radhika Mohan, Galeristin

Während der Führung wird in der Galerie der Berliner Künstler Igor Paasch seine Papierarbeiten ausstellen.

Info: https://itsartbaby.de

Anmeldung nur bei der VHS Düsseldorf  >>  https://vhs.duesseldorf.de/kurssuche/kurs/NEU-Galeriebesuche/F702002 

© Foto: Radhika Mohan, Galeristin

The Pool | 09.04.2025

the pool befindet sich im ehemaligen Schwimmbad des Terrassenhauses Tersteegenstraße, das 1962 vom Düsseldorfer Architekten Paul Schneider von Esleben entworfen wurde. Der Ausstellungsraum befindet sich etwas versteckt hinter dem Hochhaus, eingegraben in die Erde. Der Eindruck, sich in einer idealen Parallelwelt zu befinden, die zwischen Piranesis Ruinen und futuristischer Raumstation changiert, möge Kreative aller künstlerischen Bereiche zu inspirierenden Veranstaltungen anregen. the pool e.V ist ein gemeinnütziger Verein.“

(Heinke, The Pool)

Info:
https://the-pool.space

Anmeldung nur bei der VHS Düsseldorf  >>  https://vhs.duesseldorf.de/kurssuche/kurs/NEU-Galeriebesuche/F702002 

© Foto: Heinke, The Pool

Galerie Peter Tedden | 14.05.2025

„Peter Tedden begann seine Arbeit als Galerist 1992 in Düsseldorf. Fünfundzwanzig Jahre lang befand sich die Galerie Peter Tedden in der Bilker Straße 6 in der Düsseldorfer Carlstadt. Im Jahr 2018 folgte der Umzug in die Mutter-Ey-Straße 5 in Düsseldorf. Parallel finden in der Kranhalle in Oberhausen unter anderem Ausstellungen im Rahmen des Kunstsommer Oberhausen in Zusammenarbeit mit dem Kunstverein Oberhausen statt.“

(Website: Galerie-Tedden.de)

Info: https://galerie-tedden.de

Anmeldung nur bei der VHS Düsseldorf  >>  https://vhs.duesseldorf.de/kurssuche/kurs/NEU-Galeriebesuche/F702002 

Alles ist Kunst! | Alles ist Fluxus!

Die 60er Jahre waren für die Kunst, aber auch für unsere Gesellschaft prägend. Der Krieg war seit 20 Jahren vorbei, die Narben der Niederlage etwas verheilt und vor allem, die Menschen verdienten wieder Geld. Die Menschen fühlten Aufbruch: Plötzlich war alles möglich! Es gab Zukunft.

In dieser Zeit entstand die Kunstepoche Fluxus. Auch wenn sie aus Amerika kam, war in Deutschland  Düsseldorf und unsere Kunstakademie das Epizentrum dieser neuen Kunstrichtung.

In einem Mikrokosmos von ca. einem Kilometer rund um die Ratinger Straße wurde Kunst- und Musikgeschichte in Düsseldorf geschrieben, bei der die Fluxuskünstler*innen prägend waren.

Aktuell zwei tolle Ausstellungen dazu:

YOKO ONO
MUSIC OF THE MIND
28.9.2024 — 16.3.2025
im K 20 | Altstadt

Arbeiten von Yoko Ono, eine der absoluten Pionierinnen  der Fluxus- und Happening Bewegung können wir im K 20 sehen oder besser gesagt: erleben!

„Die japanische Künstlerin Yoko Ono wurde 1933 in Tokio geboren, lebte aber in Amerika (New York) und gilt als eine der bedeutendsten Vertreterinnen der Fluxus-Bewegung. Bereits vor ihrer Ehe mit  John Lennon hatte sich Ono Anfang der 1960er Jahre in Künstlerkreisen einen Namen gemacht und trat zunehmend als Friedens- und Menschenrechtsaktivistin auf.

„Die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen präsentiert nun in Kooperation mit der Tate Modern, London das bahnbrechende und einflussreiche Werk der Künstlerin in einer umfassenden Einzelausstellung.

„Die Ausstellung zeigt mehr als 200 Werke, darunter Instruktionen und Partituren, Installationen, Filme, Musik und Fotografien, und beleuchtet Onos radikalen Ansatz in Bezug auf Sprache, Kunst und Partizipation, der bis in die Gegenwart hineinwirkt.“ (Quelle: K21)

…. und in Köln gibt es ab dem 12. Oktober eine weitere Ausstellung, die sich mit Fluxus beschäftigt.

Fluxus und darüber hinaus:
Ursula Burghardt, Benjamin Patterson
12. Ok­to­ber 2024 – 9. Fe­bruar 2025
im Museum Ludwig | Köln

Credits:
Foto von einem Plakat in Düsseldorf:
Yoko Ono mit Glass Hammer 1967 bei HALF-A-WIND SHOW, Lisson Gallery, London, 1967. Foto © Clay Perry / Kunstwerk © Yoko Ono

Augenblicke der 80er-Jahre.

Der Fotograf Dirk Krüll beschäftigt sich mit einer ausgewählten Thematik. Daraus entsteht dann eine Serie von dokumentarischen oder journalistischen Fotos, die z. B. wie bei den Momenten der 80er-Jahre auf der Kiefernstraße einen bestimmten Zeitgeist widerspiegeln und auch eine Geschichte erzählen.

Die Fotoserie „Momente der 80er auf der Kiefernstraße“, die mich persönlich berührt, da ich auf den Fotos meine Jugend wiederfinde, ist ein Teil seiner Serie Häuser- und andere Kämpfe:

„Anfang der 80er-Jahre, in der Hochphase der Hausbesetzungen, fotografierte ich in ganz Westdeutschland besetzte Häuser und ihre Bewohner. Das Spektrum dieser bunten Häuserkämpfer-Szene reichte vom Bildungsbürgertum der Friedensbewegten, Grünen und Liberalen bis zum gesellschaftlichen Underground der Anarchos, Punks, Autonomen und Anti-Imperialisten. Ihre Aktionen gingen rasch über die reine Hausbesetzung hinaus.

Selbst in der Häuserkampf-Szene in Düsseldorf| aktiv und in der linken Initiative „Sägewerk als Zivildienstleistender beschäftigt, wundert es mich bis heute, dass mir ausgerechnet in meiner Heimatstadt das Fotografieren besonders schwer gemacht wurde.“ (Dirk Krüll | Quelle: seine Website)

Vom 08.09.2024 bis 05.01.2025 können wir in Düsseldorf Fotoarbeiten von Dirk Krüll in der Ausstellung  „Das ist Gesellschaft. Soziale Fotografie in Düsseldorf“ im Stadtmuseum sehen.

„Ein Schwerpunkt liegt im Blick auf Düsseldorf und den Veränderungen in den sozialen Verhältnissen, sei es im Beruf, in den materiellen Bedingungen oder auch im Freizeitverhalten. Es zeigt sich, wie die Gesellschaft oszilliert zwischen Weltoffenheit und Exklusivität.   (Quelle: d:Art/Kulturamt)

Stadtmuseum Düsseldorf
Berger Allee 2 | 40213 Düsseldorf

Eröffnung am 08.09.2024 | 08.09.2024 bis 05.01.2025

Info zur Ausstellung: https://www.visitduesseldorf.de/event

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© Foto / Abbildung: Dirk Krüll | Stadtmuseum

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Weitere Infos über Dirk Krüll: https://dirk-kruell.de/

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© Titelfoto: Dirk Krüll

Wir kooperieren:

Die Kunstsafaris werden von mir (Petra), Kunst- und Kulturmanagerin entwickelt und durchgeführt.

„Ich realisiere Begegnungen zwischen Kunst und Menschen. Dabei möchte ich die verschiedenen Welten nicht neu erfinden, sondern Plattformen, Denkräume und Orte für ein offenes und entspanntes Zusammentreffen schaffen.“

Ich freue mich sehr über die Kooperationen mit Elke von Auf ins Viertel und Nora von STADTbaden,  denn gemeinsam reisen macht so viel mehr Spaß.

Elke und Nora bringen uns unsere wunderbare Stadt kulturell, geschichtlich, kulinarisch und jeweils auf ihre ganz persönliche Art und Weise noch näher. Beide sind mit Herzblut dabei. Das spürt man bei jeder ihrer Unternehmungen.

Bei Elke bucht man eine Reise durch die Stadtteil-Geschichte und zu deren versteckten kulinarischen Ecken, die unmittelbar mit den jeweiligen Orten verbunden sind.
Bei Nora bucht man eine Mitgliedschaft, wie bei einem Fitness Club. Sie bildet Gruppen, worin sich Menschen begegnen, kennenlernen und gemeinsam auf Entdeckungsreise gehen können.

Schaut mal auf deren Websites vorbei:

Elke | Auf ins Viertel: https://auf-ins-viertel.de
Nora | STADTbaden:  https://stadtbaden.de

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Titelbild: © Illustratorin Karin Mihm, Düsseldorf